Was ist Optometrie?

In Deutschland übernimmt ein Optometrist in der Sehversorgung eine Lotsenfunktion.
Er unterstützt nicht nur den Augenarzt, sondern entlastet diesen und wird den hohen Anforderungen der Kunden gerecht. Die Leistungen umfassen die Refraktion- und Korrekturbestimmung, die Sehhilfenanpassung und -abgabe, die Einschätzung, ob Augenkrankheiten vorliegen und die Rekonstruierung des Optimalen für das visuelle System.
Diese Untersuchung dient der Erkennung von Auffälligkeiten, sollten solche vorliegen, raten wir Ihnen, einen Augenarzt aufzusuchen. Die Untersuchungen können einen Besuch beim Augenarzt nicht ersetzen.

Ihren Schwerpunkt hat die Optometrie auf das beidäugige Sehen gelegt und übernimmt die Beurteilung und Messung folgender Funktionen des Sehens:



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Unter Adaptation (lat. anpassen) versteht man die Anpassung des Auges bei Lichteinfall. Die Muskulatur der Iris steuert bei Helligkeitsunterschieden die Verengung oder Erweiterung der Pupillen.

Akkommodation ist eine aktive Anpassung der Brechwertänderung eines Auges. Ein Objekt, welches sich in einer unbestimmten Entfernung befindet wird dadurch auf der Netzhautebene dargestellt und hiermit eine Basis geschaffen, um ein deutliches Sehen zu ermöglichen.

Mit dem Auflösungsvermögen wird die Zahl der Bilder pro Zeiteinheit angegeben, welche im höchstmöglichen Fall einzeln vom Auge noch wahrgenommen werden können.

Die Augen-Hand-Koordination - hier wird der Grad gemessen, wie weit die Synchronität zwischen Hand und Auge umgesetzt wird.

Die Blick-Motorik ist die Möglichkeit welche die Augäpfel zur Verfügung haben, sich willkürlich oder unwillkürlich, bewusst oder unbewusst in verschiedene Richtungen zu bewegen.

Unter Binokularsehen (binokular = beidäugig) wird das zusammengehörige Sehen von beiden Augen unter der Aufnahme von Sinnesempfindungen und Bewegung verstanden.

Beim Dämmerungssehen verschlechtert sich mit stetig ansteigender Dunkelheit die Schärfe des Sehens. Hierdurch nimmt die Empfindlichkeit zur Wahrnehmung von Kontrasten zu.

Beim Farbsehen handelt es sich um einen Teilbereich des Sehens. Das einfallende Licht wird in Abhängigkeit seiner Vielfalt unterschiedlich wahrgenommen.

Das gezielte Betrachten eines Gegenstandes o.ä. wird mit der Fixation bezeichnet.

Die Konvergenz (lat. zueinander neigen) ist eine Art der gegensinnigen Augenbewegung. Hier wird bei der Parallelstellung die Linien der Augen zur Überschneidung gebracht.

Eine Sakkade ist eine ruckartige Bewegung beider Augen, welche der Erfassung eines neuen festen Punktes zum Fixieren dient. Diese begonnene Bewegung kann nicht einfach unterbrochen oder gar in der Richtung geändert werden.

Perimetrie (griech.: peri –herum, metron – das Maß) ist in der Augenkunde die genaue Ausmessung des Gesichtsfeldes.

Die Messung des Augeninnendrucks wird als Tonometrie ( griech.: tonos – Druck,Spannung,metron-das Maß) bezeichnet.

Damit besteht die Möglichkeit folgende Krankheiten frühzeitig zu erkennen:


Das Glaukom, auch bekannt als grüner Star, wird durch den Verlust von Nervenfasern hervorgerufen. Diese können durch die verschiedensten Augenerkrankungen verursacht werden.

Die Katarakt, auch bekannt als grauer Star, hier liegt eine Trübung der Augenlinse vor

Makuladegeneration Hier liegt im hinteren Bereich des Auges, an der Makula, eine Erkrankung der Netzhaut vor. Die Makula ist ein Punkt der nur dafür da ist, das wir scharf sehen können.


Altersbedingte Makuladegeneration
Das Sichtfeld wird nur verschwommen und verzerrt wahrgenommen. Immer schwieriger wird dadurch das Lesen und das Erkennen von Personen.

Trockene Makuladegeneration
Beeinträchtigung der Sehfähigkeit durch das Ausfallen von Sehzellen. Ein Teil der Netzhaut bildet sich teilweise zurück, wird dünner und kann absterben.

Feuchte Makuladegeneration
Schwellungen oder Blutungen werden ausgelöst durch wachsende neue undichte Blutgefäße in und unter die Netzhaut, später auch mit Narbenbildung. Dadurch wird die Sicht eingeschränkt, somit sind alltägliche Tätigkeiten nicht mehr möglich.